Wie das Leben spielt, kommen im Modellbahnbereich, früher oder später auch mal Mikrocontroller ( PIC & AVR )  in Spiel. Diese Seite ist diesen "kleinen Genies" gewittmet und soll zeigen, wie und womit ich meine µC´s programmiere.

 

             1. Hardware
             2. Software
             3. kleine Helferlein

 

1. Die Hardware

Meine Atmel® AVR´s werden mit meinem AVR-MegaProg gefüttert. Dieser Programmer ist von mir selbst entwickelt worden.
 

Features:

  • Unterstützung für alle gängigen AVR´s ( * z.B. AT90S1200, AT90S2313, ATTiny2313, AT90S8515, AT90S4414, ATMega8515, ATMega161, ATMega162, AT90S8515, ATMega8515, ATMega16, ATMega32, ATMega8, ATTiny12, ... )
  • Stromversorgung mit USB-Kabel (A/B), oder ext. Netzteil. Dadurch ist er auch Mobil, z.B. am Laptop, einsetzbar
  • ausreichend Platz, um Prüfsockel (Textool o.ä.) einzusetzen
  • Quarz steckbar. Somit kann man auch uC´s, die mit dem internen Oszillator arbeiten, beschreiben und lesen.

*Die oben genannten AVR´s wurden erfolgreich getestet

Platinenlayout, bzw. Ätzvorlage, sind im Downloadbereich zu finden.


Es ist aber mit dem AVR-Megaprog alleine nicht getan. Es muss noch ein sog. Dongle her, das die Daten der LPT-Schnittstelle an das Programmierboard `weiterleitet´. Die Schaltung ist sehr simpel, und kann Notfalls auch auf einer Lochrasterplatine aufgebaut werden. Die schönere Lösung möchte ich auch noch kurz hier vorstellen.

Der Schaltplan stammt vom Ponyprog-Programmierer, Claudio Lanconelli, und kann hier eingesehen werden.

Platinenlayout, bzw. Ätzvorlage, sind im Downloadbereich zu finden.


Meine PIC Prozessoren, programmiere ich mit dem Programmer von Jens Dyekjær Madsen ( JDM ). Das ist ein ganz simpler Programmer, der mit wenigen Bauteilen auskommt, was sich natürlich positiv im Preis ( ca.5EUR ) bemerkbar macht! Betrieben wird der JDM-Programmer an der Seriellen Schnittstelle ( RS232 ).

Unterstützt werden folgende PIC Typen: PIC12C5XX, 12F6XX, 12C67X, 24CXX, 16C55X, 16C61, 16C62X, 16C71, 16C71X, 16C8X, 16F8X

Die Ätzvorlage dazu gibt es hier im Downloadbereich.


2. Die Software

Natürlich benötigt man zum Programmieren auch eine Software. Hierzu benutzte ich für die AVR´s, Ponyprog, und für die PIC´s, IC-Prog. Beide Programme sind Freeware.

Um mit Ponyprog in Verbindung mit einem ISP-Dongle zu arbeiten, müssen unter SETUP/Interface Setup ..., folgende Einstellungen gemacht werden.

 


Die genaue Konfiguration von IC-Prog, ist auf der Homepage von Volker Lange-Janson sehr schön erklärt. Deshalb gehe ich auch nicht näher darauf ein.


HINWEIS:
Ich habe keine guten Erfahrungen mit IC-Prog und WINDOWS-XP gemacht. Aus diesem Grund habe ich einen alten Rechner ( 400Mhz ), der noch aus "alten Zeiten" auf dem Dachboden stand, zusammen mit WINDOWS-98 reaktiviert. Seit dem habe ich keine Probleme mehr!

 

3. kleine Helferlein

Jeder, der das erste mal einen PIC programmiert, oder wie man im Fachjargon sagt, brennt, fragt sich: "Wie wird denn einen SMD-PIC hier angeschlossen?" .
 

Es gibt dazu mehrere Möglichkeiten:

 

1. Wäscheklammer-Methode (gesehen bei Sven Brandt)

Hier wird der PIC auf eine Platine mittels einer Klemm-Pinzette gedrückt. Diese Platine besitzt schon einen Programmierstecker und ist auch für die Programmierung der PIC´s einsetzbar (Lage von Pin 1 beachten!).

Bei PIC´s der Reihe 12CEXXX hat sich diese Methode leider nicht bewährt, da es bei diesen Typen nur EINEN PROGRAMMIERVERSUCH gibt. Geht dieser schief, ist der PIC im Eimer ( ich spreche aus leidvoller Erfahrung ) !!!

 

2. Der Prüfsockel

Für SMD-IC´s gibt es natürlich auch Prüf- bzw. Testsockel im Handel. Leider haben sie den Nachteil, das sie fest auf eine Platine gelötet werden müssen, und bereits eingelötete PIC´s, zum erneuten Programmieren wieder ausgelötet werden müssen. Deshalb habe ich mich für die Lösung 3 entschieden!

 

3. Der Testclip

Der Testclip ist für mich ein optimales Werkzeug. Hierbei ist es ganz egal, ob der µC auf der Platine eingelötet ist oder nicht!
Natürlich hat das "Gerät" auch seinen Preis ( ca.25EUR ), aber wenn man öfter mit damit arbeitet, mach sich diese Investition bezahlt! Siehe oben, ein Fehlversuch kann, je nach Typ, einige TEUROS kosten.

 

 

Zu beziehen sind der Testclip und Prüfsockel bei RS-Components.