Wer kennt das nicht? Hier und da, ergattert man das ein oder andere Schnäppchen. Letztendlich weiß man nicht mehr, wo man die
guten Stücke noch hinstellen soll, da der/die Schattenbahnhof/-höfe aus allen Nähten platzen.

Was tun?

Ganz einfach! Man baut sich ein paar Röhren, und hängt die kostbaren Stücke, staubgeschützt an die Wand!

Die Grundidee, habe ich bei Jürgen Herberger (lokwelt.de) gefunden. Ich habe aber ein klein wenig anders gearbeitet.


Vorab, erstmal eine kleine Skizze der Gegebenheiten.

(ein Klick auf die Grafik öffnet eine Großansicht)

Die Holzleisten habe ich mir im Baumarkt, aus 16mm Tischlerplatte sägen lassen.


In den Boden & Deckel habe ich, um später das Plexiglas seitlich einzuschieben, mit einer Oberfräse ( 4mm Nutfräser ), 2mm tiefe Nuten eingefräst.

Nach dem Fräsen, können die Bauteile mit Beize ( z.B. von CLOU ) gebeizt, oder mit Acrylfarbe, gestrichen werden.
 Ich habe mich für den Farbton "Mahagoni" entschieden, da das Holz nach der Behandlung sehr edel aussieht.
Die Beize wird mit einem breiten Pinsel, gleichmäßig aufgetragen (Handschuhe verwenden).
Auf einen anschließenden Klarlackauftrag kann verzichtet werden.
 

Die Puristen unter uns, würden sicherlich das Holz vorher noch schleifen, und die Kanten "brechen".
Darauf habe ich aber auch bewusst verzichtet.


Nach einem Tag trocknen, kann mit dem Zusammenbau begonnen werden.

Als erstes wird der Boden mit der Rückwand verleimt.
Zur besseren Stabilität, habe ich die Einzelteile noch mit einem Luftdruck-Nagelgerät geheftet.
Bei der 2. Röhre habe ich mir den Leim gänzlich gespart, da das Nagelgerät die Beuteile sehr fest verbindet.

Wer seine Modelle später auf einem losen Bettungsgleis, wie z.B. das C-Gleis stellt (wird nicht empfohlen), der kann auch gleich den Deckel montieren.
Mir war das C-Gleis aber zu teuer, und ich habe mir sog. "Vitrinengleis" ( GT-Gleis ) besorgt.

Weil es dieses leider immer noch nicht mit Mittelleiter gibt, muss etwas in die Trickkiste gegriffen werden.

Wie oben schon beschrieben, wird das GT-Gleis montiert, bevor der "Deckel" auf die Röhre kommt.


Als Gleisbefestigung habe ich Messingnägel ( 0,8 x 11 mm ) verwendet. Auf diese kann man nach dem einschlagen, einfach einen Draht, der als Mittelleiter
dient, auflöten.

 Am besten eignet sich hier Messing- oder Silberdraht mit einer Stärke von ca. 0,6 - 0,8mm.
Den Draht bekommt man z.B. bei Reichelt oder Conrad auf 10m Rollen.

Damit sich die Röhre später problemlos an der Anlage an- & abstecken lässt, wurde aus einem C-Gleis, ein Übergangsgleis gebastelt.

Um die Festigkeit der Röhre zu erhöhen, wird rechts und links, jeweils 1 Steg aus ebenfalls 16mm Tischlerplatte eingesetzt.
Dann können die Deckel rechts und links montiert werden ( einer davon natürlich mit Scharnier ;-) ).

Zum Schluss wird die Plexiglasscheibe eingeschoben.
Und so sieht das ganze dann fertig aus.


FAZIT:

Binnen kürzester Zeit, kann man sich mit relativ einfachen Mitteln, eine staubfreie Umgebung für seine Schmuckstücke bauen.

Wer zum Bau der Röhren Fragen hat, kann sich gerne bei mir melden.



Material: ( 1 Röhre, 800mm lang )

3 Leisten 80 x 800mm
Plexiglas 84 x 800mm
2 Stege 30x80mm
Holzbeize
Holzleim
Scharnier & Schrauben

 

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